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Wochenendpaket 17./18.9.: Fünf Filme und Lesung 55,00 € pro Person
Gesamtwerk DIE ZWEITE HEIMAT mit 13 Filmen 95,00 € pro Person

Die Karten für die Pakete können an der Kinokasse erworben werden.
Auswärtige Besucher können die Pakete per Email bestellen und per Rechnung bezahlen.
Bezahlte Karten werden an der Kinokasse auf den Namen des Bestellers hinterlegt.
Interessenten wenden sich bitte an info@muenchen.astor-filmlounge.de

Trailer: http://reitz-medien.com/2022/08/die-zweite-heimat

Edgar Reitz | Die zweite Heimat - Die Hochzeit (Chronik einer Jugend) Teil 8

Schnüsschen ist aus dem Hunsrück nach München gekommen, aber nicht zum Studium, sondern weil sie hofft, einen Mann zu finden, der ihr den sozialen Aufstieg bietet. Mit diesem Plan stößt sie ausgerechnet auf den Hunsrücker Hermann Simon. Um Hermann ihre Träume vom Nestbau nahe zu bringen, nimmt sie ihn mit zum Babysitting bei ihrer Freundin Elisabeth. Hermann gerät immer tiefer in Schnüsschens kleinbürgerliche Welt. Nur noch im Traum erinnert er sich an Clarissa, die mittlerweile in Paris und den USA weiter an ihrer Karriere als Cellistin arbeitet. Hermann und Schnüsschen suchen sich eine Wohnung und können die misstrauischen Vermieter dadurch von ihrer Rechtschaffenheit überzeugen, dass sie versprechen, so bald wie möglich den Trauschein beizubringen. Im Sommer 1964 ist es so weit. Sogar Marie-Goot und Pauline sind aus dem Hunsrück angereist und haben auf ihrem Kleinwagen allerlei nützlichen Hausrat für das junge Paar aus der Heimat mitgebracht. Hermann trägt Schnüsschen über die Schwelle des Fuchsbaus, eine Marschmusikkapelle und die im Hochzeitsstaat herausgeputzte Schwabinger Bohème hinter sich. Der gesamte Freundeskreis findet sich in Frau Cerphals Villa ein, um mitzufeiern. Aber wie schon bei früheren Fuchsbau-Festen weicht die fröhlich-ausgelassene Stimmung immer mehr dissonanten Klängen. Konflikte und Intrigen kochen hoch. Helga macht sich unter den Augen von Stefan über den nächstbesten Mann her und treibt es mit ihm im Kellergeschoss. Spät am Abend erscheint auch Clarissa auf der Bildfläche, um mit Hermann Frieden zu schließen. Sie ist aber über die Wirrnisse im Freundeskreis zutiefst bestürzt. Das Brautpaar verlässt die Feier und macht es sich in den kahlen Wänden ihrer Zweizimmer-Neubauwohnung gemütlich. Am Ende ist zumindest Schnüsschen am Ziel ihrer Wünsche angekommen.

Edgar Reitz | Die zweite Heimat - Die ewige Tochter (Chronik einer Jugend) Teil 9

Elisabeth Cerphal ist die Erbin eines bekannten Verlagshauses, Villenbesitzerin und Gastgeberin der jungen Künstler. Offiziell ist sie mit ihren 53 Jahren immer noch Studentin, die sich aber nie zu einer bestimmten Fachrichtung entschließen konnte. Sich selbst nennt sie „Das Huhn, das keine Eier legt." Die Luftangriffe des Krieges sind spurlos an ihr vorüber gegangen, sie hat nie mit Toten zu tun gehabt. Nun droht der Tod ihres Vaters. Sie soll für ihn die letzten Dinge regeln und erhält den Schlüssel zum längst verkauften Cerphal-Verlag, in dem immer noch ein Büro für die Gründerfamilie reserviert ist. Mitten in der Nacht recherchiert sie in den Verlagsräumen in alten Dokumenten. Sie findet den Verdacht bestätigt, dass ihr das Haus, in dem sie lebt, gar nicht gehört, sondern dem jüdischen Kompagnon ihres Vaters, dem es während des Dritten Reiches unrechtmäßig weggenommen wurde. Nach dem Krieg hätte es Elisabeths Vater zurückgeben müssen, und jetzt, im Angesicht des Todes, will er, dass seine Tochter alle Beweise des Unrechts verbrennt. Nach Hause zurückgekommen stellt Elisabeth fest, dass inzwischen ganz andere von der Villa Besitz genommen haben. Im Verlauf der Diskussion über die Notstands-Gesetze von 1968 haben sich revoltierende Studenten des Fuchsbaus erinnert und ihn zum Versammlungsort für permanente Diskussionen gemacht. Mitten in dem Krawall kommt die Nachricht, dass der alte Cerphal gestorben ist. Die Studenten ziehen schweigend ab, und Elisabeth macht sich an den Verkauf des Fuchsbaus, auf dessen Gelände ein pyramidenförmiger Stahlbetonbau mit Eigentumswohnungen entstehen soll.

Edgar Reitz | Die zweite Heimat - Das Ende der Zukunft (Chronik einer Jugend) Teil 10

Reinhard ist der erste unter den Jungfilmern, der einen größeren Auftrag ausführt. Als er aus Mexiko zurückkehrt, wo er einen Dokumentarfilm über präkolumbianische Kulturen gedreht hat, möchte er den Freunden im Fuchsbau seine Reiseerlebnisse berichten. Aber dort, wo vor seiner Abreise die Villa von Frau Cerphal gestanden hat, klafft ein tiefes Erdloch. Fassungslos versucht er, mit der Kamera seine Trauer über den Verlust des Begegnungsortes zu beschreiben, muss aber einsehen, dass auch mit den Mitteln des Films die verlorene Zeit nicht einzuholen ist. Mit einem von Hermann geschriebenen Requiem, das konzertant vor der Baugrube aufgeführt wird, trägt die ehemalige Gemeinschaft dann die alten Zeiten zu Grabe. Reinhard kommt auf die Idee, die Geschichte der Cerphal-Familie und ihrer Verquickung mit der Nazi-Herrschaft zu verfilmen. Seine Recherchen führen ihn nach Venedig, wo Esther Goldbaum, die eigentliche Erbin der Villa, als Fotografin lebt. Esther wird Reinhards Geliebte und bald zur Hauptfigur eines Spielfilm-Drehbuches, das Reinhard schreibt. Wie sich herausstellt, hat Esther ein ganz besonderes Schicksal, das ihr jetzt erst klar wird und sie innerlich zerreißt. Ihre Mutter war Jüdin aus der Goldbaum-Familie, ihr Vater der ehemals überzeugte Nazi Gattinger, der jetzige Finanzberater von Frau Cerphal. Damit ist auch klar, dass Esther von ihrem eigenen Vater um ihr Erbe betrogen worden ist. Als Reinhard mit seinem neuen Drehbuch aus Venedig zurückkommt, treffen sich alle am Ammersee, wo die Eltern von Rob in einem schönen alten Forsthaus am Seeufer leben. Reinhard fährt mit dem Ruderboot auf den See hinaus. Vom Ufer aus sehen die Freunde bald nur noch das leere Boot auf den Wellen schaukeln. Reinhard wird nie wieder gefunden.

Edgar Reitz | Die zweite Heimat - Zeit des Schweigens (Chronik einer Jugend) Teil 11

Rob ist kein Mann der großen Worte. Vielleicht ist er deswegen Kameramann geworden. Als er mit seinem Vater, einem leidenschaftlichen Jäger, aus dem Revier zu seinem Ruderboot zurückkehrt, trifft er am Seeufer auf Esther, die nach den Spuren ihres geliebten Reinhard sucht. Auch hier begegnet Rob der Sprachlosigkeit, die den gesamten Freundeskreis erfasst hat. Esther sucht verbittert mit Hilfe ihres ungeliebten Vaters Gattinger und ihrer Kamera die Vergangenheit, vergeblich. Frau Cerphal, die gerade ein paar fleißige Studenten zum Schreiben ihrer Dissertation angestellt hat, ist ihr dabei erst recht keine Hilfe. Auch Clarissa ist aus der Bahn geworfen worden. Sie hat ihr Cello-Spiel aufgegeben, das Instrument dem mysteriösen Dr. K. zurückgegeben und geht bei Kochen, Abwasch und Baby-Füttern im Alltag unter. Für Hermann geht es dagegen steil bergauf. Gerade als Schnüsschen das letzte Geld für ein sündteures Modellkleid ausgegeben hat, entdeckt er durch Zufall auf dem als Verpackung verwendeten Zeitungspapier, dass eine seiner Kompositionen bei den Filmfestspielen von Cannes einen Preis für Filmmusik bekommen hat. Als Hermann die gute Nachricht zu Hause erzählen will, steht Helga mit ihren Genossen vom SDS im haschischverqualmten Wohnzimmer. Konsul Handschuh verteilt neue Aufgaben für ein spektakuläres Projekt, wobei Rob für das Filmen und Hermann für die im Studio hergestellte elektronische Musik zuständig ist. Als der Konsul endlich das mit großem technischem Aufwand hergestellte Werk VariaVision den Presseleuten vorstellt, geschieht ein Unglück. Direkt vor Robs Gesicht explodiert eine Projektionslampe. Rob, der Augenmensch, wird von einem grellen Blitz getroffen und geblendet. Erst Wochen später kann er am Ammersee-Ufer die Augenbinde wieder abnehmen und sieht ein Ruderboot auf dem See, ein inneres Bild, gerade so, als ob der tote Reinhard vorbeiführe.

Edgar Reitz | Die zweite Heimat - Die Zeit der vielen Worte (Chronik einer Jugend) Teil 12

Stefan fährt mitten im Achtundsechziger-Trubel für ein Filmprojekt nach Berlin. Auf der Fahrt durch die DDR begleitet ihn seine Hauptdarstellerin Olga, die sich als Frau von Welt herausgeputzt hat. Er will den Film "Die deutsche Angst" drehen, wobei alle Beteiligten auf die Realisierung des Films einwirken sollen. Die Psychodynamik des Teams wird stunden- und nächtelang nach den vermeintlichen Lehren von Freud und Marx ausdiskutiert. Olga steht fassungslos daneben und hat keinerlei Ahnung, wozu sie noch gebraucht wird. Stefan wird zum Verlierer bei einem Machtkampf zwischen Kunst und Revolte. Helga, die sich zur Chefideologin entwickelt hat, lässt ihm keinen Spielraum und lockt ihn intellektuell in die Falle. In der Dahlemer Villa kommt es bald zum Bruch. Mit der letzten Macht, die Stefan als Produzent noch bleibt, kann er die Dreharbeiten abbrechen. Was allerdings niemand weiß ist, dass er mit einer amerikanischen Firma verhandelt und seinen männlichen Hauptdarsteller für einem Kriegsfilm verkauft. In einem Berliner Café läuft Stefan Hermann über den Weg. Auch ihn hat es nach Berlin verschlagen, nachdem ihm das Leben mit dem umtriebigen Schnüsschen und ihren politisierten Freunden in München unerträglich wurde. Bei Kathrin, einer Berliner Kommunardin, findet Hermann Unterschlupf. Aber bald ergeht es ihm ähnlich wie Stefan. Die Revolution spuckt ihn wieder aus.

Edgar Reitz | Die zweite Heimat - Kunst oder Leben (Chronik einer Jugend) Teil 13

Hermann ist mittlerweile Kronprinz bei seinem Förderer und Chef geworden. Der Konsul und seine Frau sind kinderlos und möchten den hochbegabten zu ihrem Alleinerben und Nachfolger in der Isarfilm machen. Hermann ist mit dem Angebot überfordert und kann sich nicht entscheiden. Das Erbe hätte schicksalhafte Konsequenzen für seine Zukunft. Er erbittet Bedenkzeit. Kürzlich hat Hermann seinen dreißigsten Geburtstag begangen und fragt sich nun, ob er seine genialen Jahre schon hinter sich hat. Alle seine Freunde, die er um Rat fragen könnte, leben verstreut in der Welt und Schnüsschen hat ihn mitsamt der kleinen Lulu verlassen. Aber was ist mit Clarissa, die er in all den Jahren nicht vergessen konnte? Clarissa ist zur Musik zurückgekehrt, nicht als Cellistin, sondern mit dem natürlichsten aller Instrumente, ihrer Stimme. Als Sängerin und Performerin Neuer Musik hat sie eine erfolgreiche Konzert-Karriere begonnen. Mit einem Frauenensemble ist sie seit einiger Zeit auf einer Tournee, spielt und singt in einem feministischen Stück mit dem Titel „Hexenpassion“. Das Jahrhundert der Frauen hat begonnen. Hermann reist hinter Clarissa her. Die Stationen dieser Reise berühren die wichtigsten Erfahrungen seines Lebens, auch seine Irrtümer in der Liebe. Hermann erkennt, dass die Jugend zu Ende geht. In Amsterdam kann er Clarissa schließlich einholen und in ihren Armen träumen. Aber der Traum endet, wie alle Träume, beim Erwachen.

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