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Harold und Maude

Schwarze Komödie. Harold (Bud Cort) ist ein 19-jähriger junger Mann, dessen Familie zu den wohlhabenderen gehört. Allerdings wünscht er sich eine normale Beziehung zwischen sich und seiner Mutter, die sich nicht für ihn zu interessieren scheint. Mit Scheinselbstmorden versucht er ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Sonst ist er eher introvertiert und beschäftigt sich viel mit dem Tod, weshalb er sich in seiner Freizeit oft auf Friedhöfen rumtreibt. Auf einer Beerdigung trifft er die 79-jährige Witwe Maude (Ruth Gordon), eine lebensbejahende und lustige Frau, die jeden Augenblick ihres Lebens genießen will. Zwischen den beiden entwickelt sich eine ganz besondere Beziehung… Die Filmmusik stammt von Cat Stevens. Für die Rolle der ‚Maude‘ wurden verdiente Schauspielerinnen wie Peggy Ashcroft, Lotte Lenya, Luise Rainer, Pola Negri, Elisabeth Bergner und sogar Schriftstellerin Agatha Christie in Betracht gezogen. Für die Rolle des ‚Harold‘ sollen Richard Dreyfuss, Bob Balaban, John Savage und auch der junge Elton John im Gespräch gewesen sein. "Harold und Maude" war zunächst ein kommerzieller Misserfolg, doch schon einige Jahre später entwickelte sich der Film langsam zu einem Kultfilm. Erst im Jahr 1983, zwölf Jahre nach seiner Premiere, begann Harold und Maude Gewinn zu erwirtschaften. Der Film erhielt zwei Golden-Globe-Nominierungen - für Ruth Gordon in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ und Bud Cort als „Bester Hauptdarsteller in einer Komödie“. „Eine sanft anarchistische Komödie, die die verträumte Lebenslust der amerikanischen Blumenkinder der späten 60er-Jahre beschwört und vom Charme ihrer Hauptdarsteller profitiert.“ (Lexikon des Internationalen Films)

Rocky

Sportlerdrama. Der junge, ungebildete Rocky Balboa (Sylvester Stallone) lebt von einem schlecht bezahlten Job als Geldeintreiber und gelegentlichen Boxkämpfen mehr schlecht als recht. Eines Tages bekundet überraschend der Schwergewichts-Boxchampion Apollo Creed (Carl Weathers) sein Interesse an einem Kampf mit Balboa. Um diese einmalige Chance nicht zu vertun, holt Rocky sich die Hilfe des Trainers Mickey (Burgess Meredith), denn er will nicht nur seinen Durchbruch als Boxer erreichen, sondern auch in die Lage kommen, erfolgreich um Adrian (Talia Shire), die Schwester seines besten Freundes zu werben... Bei einem Budget von knapp über einer Millionen US-$ konnte der Film 225 Millionen US-$ einspielen! Das American Film Institute platzierte die Rolle des Rocky Balboa auf Platz 7 der „Top 50 Filmhelden aller Zeiten“. Zehnfach für den Oscar nominiert, dreimal siegreich: in der Kategorie „Bester Film“ (Irwin Winkler und Robert Chartoff), „Beste Regie“ (John G. Avildsen) und „Bester Schnitt“ (Richard Halsey und Scott Conrad). „Eine typisch amerikanische Geschichte vom ‚Underdog‘, der durch Zähigkeit, Mut und Naivität die soziale Hierarchie auf den Kopf stellt. Nach dem phänomenalen Erfolg des Films blieben Fortsetzungen nicht aus, die allerdings die stimmige Figurenpsychologie und die authentische Milieuzeichnung dieses ersten Films nie mehr erreichten.“ (Lexikon des Internationalen Films)

So wie wir waren

Liebesdrama. In den 1930er Jahren begegnen sich die jüdische Marxistin und Pazifistin Katie und der Sohn aus reichem Hause Hubbell an der Universität. Trotz vieler Gegensätze teilen beide eine Gemeinsamkeit: Die Leidenschaft für das Schreiben. Ihre Wege trennen sich, aber Jahre später laufen sie sich in einer Bar in New York City wieder über den Weg und werden ein Paar. Bis die beginnende McCarthy-Hysterie den beiden zum Verhängnis wird… Nach dem großen Erfolg von „Is‘ was, Doc?“ dachte der Produzent zuerst an Ryan O’Neal als Partner für Barbra Streisand. Da das Verhältnis der beiden Stars aber inzwischen seinen Zenit überschritten hatte, fiel die Wahl auf Robert Redford. Der Film startete zuerst in der Bundesrepublik Deutschland unter dem Titel „Cherie Bitter“ und in der DDR unter „Jene Jahre in Hollywood“. Das Lied „The Way We Were“, interpretiert von Barbra Streisand, wählte das American Film Institute 2004 auf Platz 8 der 100 besten US-amerikanischen Filmsongs. Zwei Oscars für Marvin Hamlisch: „Beste Filmmusik“ und „Bestes Lied“ (für „The Way We Were“, Text von Alan Bergman und Marilyn Bergman). „Die Geschichte einer schwierigen Liebe – begleitet (und gefährdet) von den politischen Ereignissen der 1930er und 1940er Jahre – ist zugeschnitten auf das Darstellerpaar Streisand/Redford und mit atmosphärischem und psychologischem Feingefühl inszeniert. Um den Unterhaltungswert nicht zu mindern, wurden Sequenzen, die sich kritisch mit den repressiven Praktiken der McCarthy-Ära auseinandersetzen, vor dem Start des Films geschnitten.“ (Lexikon des internationalen Films)

Der Clan der Sizilianer

Gangsterfilm. Der sizilianische Mafia-Clan der Familie Malanese hat seine Fänge bis nach Frankreich ausgestreckt, wo er mit seinen kriminellen Machenschaften ein profitables Geschäft aufgebaut hat. Aber Vittorio Malanese (Jean Gabin), der Chef des Clans, hat Heimweh nach Sizilien. Da kommt ihm die Möglichkeit eines großen Juwelenraubs gerade recht, um die notwendige Barschaft für einen Rückzug ins Privatleben zu erlangen. Dafür muss er zunächst den inhaftierten, zum Tode verurteilten Gauner Roger Sartet (Alain Delon) befreien, weil der die Informationen über den Coup hat. Während Malanese, dessen Gangsterfreund Tony Nicosia (Amedeo Nazzari) und Sartet mit den Vorbereitungen beschäftigt sind, versucht der Polizist Le Goff (Lino Ventura), Sartet wieder in den Knast zu bringen. Dabei kommt er den Räubern auf die Spur. (filmstarts.de) Der Film wurde im Jahr 1971 für den US-amerikanischen Laurel Award nominiert. „‚Der Clan der Sizilianer‘ besticht nicht allein durch seine grandiose Besetzung, die alles vereint, was seinerzeit im Genre einen Namen hatte: Jean Gabin, der Grandseigneur des Genres, der für vierschrötige Killerfiguren zuständige Lino Ventura und der ‚eiskalte Engel‘ Alain Delon. Auch der kalten Fotografie verdankt der Film ein Gutteil seiner Atmosphäre.“ (prisma.de) „Technisch hervorragender, von beliebten Darstellern gespielter milieuechter Krimi-Knüller aus dem Opa-Kino. In seiner Gattung gehört der Film zur ersten Garnitur. Für Liebhaber des Genres.“ (Evangelischer Filmbeobachter)

Winchester 73

Western. Lin McAdams (James Stewart) gewinnt beim Preisschießen in Dodge City ein wertvolles Repetiergewehr – eine Winchester ’73. Sie wird von seinem Kontrahenten Dutch gestohlen, der sie aber beim Pokern an einen Waffenschmuggler verliert. So wechselt das begehrte Gewehr wiederholt den Besitzer. Lin, den eine geheimnisvolle Fehde mit Dutch verbindet, bleibt beiden auf den Fersen… Beginn einer erfolgreichen längeren Zusammenarbeit des Regisseurs Anthony Mann mit dem Schauspieler James Stewart. Da sich die Produktion die 200.000 US-Dollar Gagenforderung des Star-Schauspielers James Stewart nicht leisten konnte, griff man auf eine damals unübliche Praxis zurück: Stewart wurde prozentual an den Einspielergebnissen des Filmes beteiligt. Der überraschende Erfolg des Filmes brachte Stewart schließlich ein Einkommen von 600.000 US-Dollar für seine Mitarbeit ein. Zwei Schauspieler, die später sehr erfolgreiche Hollywoodstars werden sollten, hatten ihre ersten Filmauftritte in kleinen Rollen: Tony Curtis spielt einen jungen Soldaten und Rock Hudson den Indianer Young Bull. Die Writers Guild of America nominierte 1951 das Drehbuch von Robert L. Richards und Borden Chase in der Kategorie des besten Drehbuchs für einen Westernfilm. „Ein spannender, psychologisch sehr sorgfältig fundierter Western, der bei allem Aktionsreichtum das Geschehen in ruhigen, kalkulierten Einstellungen vermittelt, die der Landschaft und den sorgsam rekonstruierten Interieurs breiten Raum lassen.“ (Lexikon des Internationalen Films)

Footloose

Tanzfilm. Der Teenager Ren McCormack (Kevin Bacon) zieht mit seiner Mutter aus Chicago in die Kleinstadt Bomont, wo Rockmusik, Alkohol und Tanzen für den tödlichen Autounfall einiger Jugendlicher verantwortlich gemacht werden und seitdem verboten sind. Ein untragbarer Zustand für den sportlichen und tanzbegeisterten Ren, der sich ausgerechnet mit der Pfarrerstochter Ariel Moore (Lori Singer) anfreundet, deren Vater Reverend Shaw Moore (John Lithgow) die treibende Kraft hinter dem Musikverbot ist... Der Film entstand mit einem Budget von acht Millionen US-Dollar, spielte aber alleine in den USA über 80 Millionen US-Dollar ein! Kenny Loggins (Musik) und Dean Pitchford (Text) waren im Jahr 1985 für zwei Oscars nominiert, in den Kategorien "Beste Musik" und "Bester Originalsong" (für den Titelsong Footloose).

Mr. Hobbs macht Ferien

Familienkomödie. Banker, Familienvater und Großvater Roger Hobbs (James Stewart) verspricht sich eigentlich Erholung von der Urlaubsreise in ein eigens gemietetes Strandhaus an der kalifornischen Küste, aber ein Ereignis nach dem anderen sorgt dafür, dass er den schlimmsten Urlaub seines Lebens nie wieder vergessen wird… Erster von drei Filmen unter der Regie von Henry Koster („Mein Freund Harvey“) mit James Stewart als geplagtem Familienvater. Es folgten: „In Liebe eine Eins“ (1963) und „Geliebte Brigitte“ (1965). James Stewart gewann den ‚Silbernen Bären’ als bester Schauspieler bei den 12. Internationalen Filmfestspielen in Berlin, und Regisseur Henry Koster wurde für die beste Regie nominiert. James Stewart erhielt zudem eine Nominierung für den Golden Globe als „Bester Hauptdarsteller in einer Komödie“. „Die ‚Freuden’ eines geplagten Familienvaters, der mit seinen Lieben in einer alten Bruchbude an der Meeresküste Ferien macht. Trotz des vorhersehbaren Handlungsverlaufs eine reizvolle, flott inszenierte Komödie.“ (Lexikon des internationalen Films)

Brennpunkt Brooklyn

Polizeithriller. Die New Yorker Detectives „Popeye“ Doyle (Gene Hackman) und „Cloudy“ Russo (Roy Scheider) stehen bei ihrem Chef nicht sehr gut im Kurs, da sie überwiegend Verbrecher kleinerer Delikte verhaften und sich Doyle dabei gerne am Rande der Legalität bewegt. Zufälligerweise werden sie tatsächlich auf einen Drogendealer aufmerksam und beginnen dessen Observation. Und plötzlich stoßen sie auf den französischen Großdealer Alain Charnier (Fernando Rey), der in New York Geschäfte machen will. Es geht um Heroin im Wert von 32 Millionen US-Dollar… Gene Hackmans Durchbruch als Charakterdarsteller. Die Fortsetzung "French Connection II" von 1975 inszenierte John Frankenheimer. 5 Oscars in den Kategorien "Bester Film", "Beste Regie" (William Friedkin), "Bester Hauptdarsteller" (Gene Hackman), "Bestes adaptiertes Drehbuch" (Ernest Tidyman) und "Bester Schnitt" (Gerald B. Greenberg) sowie drei weitere Nominierungen. „Ein virtuos inszenierter Thriller, der realistische Details und die Atmosphäre der Originalschauplätze geschickt zur Spannungssteigerung verwendet und mit der Figur des Detektivs Doyle das komplexe Porträt eines kaputten, desillusionierten Einzelkämpfers entwirft.“ (Lexikon des internationalen Films)

American Graffiti (OV)

Tragikomödie. In der verschlafenen Kleinstadt Modesto begegnen sich ein paar Schüler zum vielleicht letzten Mal. Curt (Richard Dreyfuss) und Steve sind kurz davor, aufs College zu gehen, während "Froschauge" Terry von seiner ersten Freundin träumt und John seinen guten Namen als Gewinner illegaler Autorennen gegen seinen Herausforderer Bob Falfa (Harrison Ford) verteidigen will... Kostete 775.000 US-Dollar und spielte weltweit über 118 Millionen US-Dollar ein und machte auch George Lucas zum Millionär. Der überraschende kommerzielle Erfolg ermöglichte die Expansion von George Lucas’ Filmgesellschaft Lucasfilm Ltd. und förderte sein Renommee als Regisseur, wodurch vier Jahre später "Krieg der Sterne" möglich wurde. Fünf Oscar-Nominierungen in den Kategorien "Beste Regie", "Bester Schnitt", "Bestes Originaldrehbuch", "Bester Film" (Francis Ford Coppola) und "Beste Nebendarstellerin" (Candy Clark). „In einer amerikanischen Kleinstadt, 1962, erleben einige junge Menschen in einer Nacht den Schwebezustand zwischen Jugend und Erwachsenwerden. Eine bittersüße, nostalgische Reminiszenz an vergangene Jugendträume der späteren Vietnam-Generation, atmosphärisch dicht, mit viel alter Pop-Musik und charmanten Darstellern inszeniert.“ (Lexikon des internationalen Films)

Vier im roten Kreis

Gangsterfilm. Durch einen Zufall treffen der frisch entlassene Einbrecher Corey (Alain Delon) und der gerade entflohene Häftling Vogel (Gian Maria Volonté) aufeinander. Gemeinsam mit dem Ex-Bullen Jansen (Yves Montand) planen sie einen raffinierten Bruch in ein Juweliergeschäft am exklusiven Place Vendôme in Paris. Aber Kommissar Mattei (Bourvil) ist den Dieben bereits auf den Fersen. Denn er leitet die Ermittlungen im Fall Vogel, mit denen der entflohene Gefangene wieder ins Polizeigewahrsam gebracht werden soll. Die Spur führt Mattei in ein stadtbekanntes Vergnügungslokal, in dem sich zwar nicht Vogel, aber dessen neue Komplizen Corey und Jansen herumtreiben. Der perfekt geplante Einbruch gerät aufgrund der polizeilichen Fahndung sowie weiterer Umstände immer mehr in Gefahr. Die Diebe ahnen jedoch gar nicht, dass ihnen die Polizei auf den Fersen ist. (filmstarts.de) Alain Delon war Melvilles einziger Wunschkandidat der "Vier". Für die anderen drei Protagonisten hatte er u.a. Lino Ventura und Jean-Paul Belmondo im Sinn gehabt. Ihr Engagement kam aus verschiedenen Gründen nicht zustande. „Das Highlight dieses an Highlights nicht eben armen Meisterwerks dürfte zweifellos der 25minütige, völlig ohne Dialoge inszenierte Einbruch sein. Die Präzision, die Perfektion, mit der der eiskalte Planer Corey, sein willfähriger Partner Vogel und der Meisterschütze Jansen ihren großen Coup – der Überfall auf einen Juwelier – spiegelt sich in Melvilles makellosem Einsatz filmischer Mittel. Über eine 25 Minuten lange Sequenz die Spannung zu halten vermögen nur wenige Regisseure doch Melville löst das Problem, indem er den Einbruch zum Herzstück seines Films macht. Jede Bewegung sitzt, jede Kameraeinstellung ist makellos, die Spannung ist kaum zu ertragen zumal sich erst im Moment des Sehens der ganze Plan des Trios erschließt. Ob auf der Leinwand oder hinter der Kamera – in „Vier im roten Kreis" sind Meister am Werk.“ (Robert Cherkowski, filmstarts.de)

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